EIN TAG BEI UNS

7.30 Uhr: Die ersten Kinder kommen zur Tür herein und verabschieden sich von ihren Eltern. Zwei pädagogische Mitarbeiter bereiten die Gruppen vor, lüften und machen Frühstück. Im Moment ist es hier noch sehr ruhig.

9.15 Uhr: Das Frühstück wird abgeräumt. Wer jetzt noch kommt ist zu Hause satt geworden.

9.30 Uhr: Jetzt sollten alle Kinder hier sein, weil die Angebotsgruppen beginnen und ein ständiges Kommen und Gehen zu viel Unruhe bringt. Die Kinder können mit anderen Kindern spielen oder an Projekten und anderen gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen. Dazu gehören unter anderem:

• Raus gehen
• Vorschule
• Toben im Bewegungsraum
• Ausflüge
• Kinderatelier
• Markt besuche
• Musik
• Büchereibesuche
• Werkgruppe
• Waldtage

12 Uhr: Endlich Mittagessen!
In der kleinen altersgemischten Gruppe geht‘s nach dem Zähneputzen ins Bett, aufs Sofa oder zum ruhigen Spiel in die Bauecke — auf jeden Fall ist Mittagsruhe. In den großen altersgemischten Gruppen können die Kinder raus gehen, im Ruheraum verschnaufen, im Bewegungsraum toben oder Hausaufgaben machen.

15 Uhr: Alle Kinder sind wieder wach und die Schulkinder sind mit den Hausaufgaben fertig. Jetzt gibt es noch einmal einen kleinen Imbiss. Danach gehen alle Brunnenkinder, die nicht in Angeboten beschäftigt sind, auf unser Außengelände. Die erste Abholphase beginnt und besonders die jüngeren gehen nach Hause. Nun startet das Nachmittagsprogramm, dessen Schwerpunkte auf die Bedürfnisse der Schulkinder abgestimmt sind.

17 Uhr: Die Einrichtung wird geschlossen.

Das Schönste ist, wenn es allen schmeckt

Monika: „Und für so viele begeisterungsfähige Pänz macht das Kochen natürlich besonders viel Spaß.”

Ein bekömmliches Frühstück, das warme Mittagessen mit viel frischem Gemüse und knackigen Salaten und dann am Nachmittag leckeres Obst. Gesunde Ernährung ist besonders wichtig im Konzept der Brunnenkinder. Die Elterninitiative ist eine der wenigen, die eine eigene Köchin beschäftigen:
Monika. Sie ist schon seit 1992 dabei. ‚Gekocht habe ich schon immer gerne, sagt Monika. „Und für so viele begeisterungsfähige Pänz macht‘s natürlich besonders viel Spaß.“ „In den ersten Jahren war es noch schwieriger, für alle gleichzeitig ein Mittagsmenü zuzubereiten‘, erinnert sich Monika. Profi-Geräte wie Dampfgarer, Riesen-Bratfläche und Turbo-Geschirrspüler erleichtern heute die Arbeit. Hamburger mit Hackfleisch kommen Tigern, Bären und Dinos nicht auf den Tisch, denn Fleisch ist verpönt bei den Brunnenkindern. Die meisten Eltern wollten das so und haben eine überwiegend vegetarische Ernährung zum Prinzip erhoben. Satt werden trotzdem alle. Und schmecken tut‘s — dank Monika — auch immer. Klar, es gibt auch Angebote, die nicht so gut ankommen bei den Kindern. Kohl zum Beispiel. „Ich biete das den Kindern aber trotzdem an. Denn sie sollen lernen, dass es bei uns etwa im Winter nur bestimmtes Gemüse frisch gibt“, sagt Monika.